Holzpelletskessel
Holzpellets sind genormte, zylindrische Presslinge aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz) mit einem Durchmesser von ca. 4 - 10 mm und einer Länge von 20 - 50 mm. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck hergestellt und haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem halben Liter Heizöl

Die Verbrennung von Holzpellets ist CO2-neutral. Beim Verbrennen der Pellets wird nur die gleiche Menge an CO2 freigesetzt, die die Bäume über das Wachstum aufgenommen haben. Verrottendes Holz im Wald würde übrigens ebenfalls die gleiche Menge CO2 abgeben wie bei der Verbrennung. Der Kreislauf schließt sich also.
In einem Einfamilienhaus kann durch die Umstellung einer Heizungsanlage von Öl auf Holzpellets der CO2-Ausstoß um rund 5 Tonnen (!) pro Jahr reduziert werden.
Besonders vorteilhaft ist die komfortable Heizmöglichkeit mit Pellets. Für den Heizungsbetreiber ist der Umgang mit Holzpellets ebenso bequem wie mit Heizöl oder Gas. Diese kosten übrigens weniger als Öl und Gas. Während diese Preise allerdings auf immer neue Rekordhöhen steigen, werden für Holzpellets mittlerweile sogar Preisgarantien über fünf Jahre für den Kaufpreis einer haushaltsüblichen Menge abgegeben.
Als Lagerraum kann beispielsweise ein alter alter Öltankraum oder ein neues Sacksilo dienen.

Das Transportrisiko ist ebenfalls sehr gering. Pellets werden in Tankwagen angeliefert, welche in der Landwirtschaft schon seit Jahrzehnten Verwendung finden. Umweltverschmutzungen infolge von Tankerunglücken oder Lecks in Gaspipelines entfallen für Holzpellets. Auch die Gefahr von Explosionen, Bränden und Grundwasserverunreinigungen sind bei der Lagerung deutlich geringer.
Pellets stammen nicht wie Erdöl oder Erdgas aus politisch und wirtschaftlich teilweise instabilen Krisenregionen, sondern werden direkt in Deutschland hergestellt. Wer mit Holz heizt, fördert und unterstützt die regionale Wirtschaft.
Pelletsheizungen sind schon lange keine „Bastleranlagen“ mehr. Sie haben ihre Bewährungsprobe längst bestanden. In der Industrie werden Holzpresslinge schon seit weit über 20 Jahren eingesetzt. Wie bei vielen Neuerungen hat sich der Gesetzgeber hierzulande mit Zulassungsvorschriften auch wieder recht schwer getan.
Ankauf und Einbau von Pelletheizanlagen werden finanziell immer noch staatlich gefördert.
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