Hydraulischer Abgleich
Heizungswasser geht immer den Weg des geringsten Widerstands.
Dabei werden manche Heizkörper unterversorgt. Andere wiederum lassen viel mehr Wasser durchfließen als erforderlich.
Dadurch wird oftmals eine viel zu hohe Pumpenleistung abverlangt. Dies hat dagegen zur Folge, dass der Stromverbrauch unnötig „nach oben“ geht.
Mitunter verursacht die Anlage auch unnötige Strömungsgeräusche.
Beim hydraulischen Abgleich wird genau die Menge Wasser errechnet, die durchs Rohrnetz und jeden einzelnen Heizkörper fließt, die auch tatsächlich dort gebraucht wird.
Zudem sinkt dabei auch noch die Temperatur des zum Heizkessel zurück fließenden Heizwassers. Ein großer Vorteil für Brennwertgeräte, da dann der Wirkungsgrad des Gerätes noch zusätzlich erhöht wird.
Nach der korrekten Berechnung und Einstellung der Druckverhältnisse kann oft eine kleinere – noch besser: Hocheffizienzpumpe – eingebaut werden. Die dadurch sich einstellende Energieersparnis hat man meist schon in weniger als fünf Jahren herein gewirtschaftet.
Zusätzlich werden mögliche Fehlfunktionen hierbei erkannt und beseitigt.
Der Gesetzgeber hat das hohe Einsparpotenzial erkannt und schreibt einen solchen hydraulischen Abgleich bei Neuanlagen ohnehin vor. Sinnvoll ist er jedoch immer, also besonders und gerade auch bei Altanlagen.